Ubuntu 10.04 Installation

Wie installiere ich Ubuntu Lucid Lynx, richte mir ein Dual-Boot ein und übertrage meine Daten einer bestehenden Windows Installation? Die Anleitung richtet sich vor allem an Einsteiger, die Ubuntu mal ausprobieren oder ihre erste eigene Installation versuchen wollen. Wer genaueres über die Partitionierung wissen möchte, findet hier nicht, was er will. Hier ist meine Anleitung:

Auch wenn das alles eigentlich sehr einfach ist, und problemlos verläuft, bietet sich eine vorherige Datensicherung an.

Ausgangslage: Eine Festplatte mit 20 GB Speicherplatz auf der Windows XP läuft.

Nun wird eine Ubuntu 10.04 CD in das CD-Laufwerk gelegt und von der CD gestartet. Je nach dem wie die Boot-Reihenfolge eingestellt ist, muss unter Umständen direkt nach dem Einschalten F12 gedrückt und das CD-Laufwerk ausgewählt werden. Ubuntu meldet sich dann mit seinem (neuen) lila Splash-Bildschirm. Es darf nun keine Taste gedrückt werden, da Ubuntu sonst in einen Modus fällt, der für Installationen von Verkaufssystemen oder zum Überprüfen des eigenen Speichers genutzt werden kann.

Der nächste Schritt ist das Auswählen der Sprache. Die gewünschte Sprache wird links in der Leiste ausgewählt. Das ganze System und alle Anwendungen werden, sofern die Sprache vorhanden ist, in dieser erscheinen. Es gibt nun die Möglichkeit Ubuntu als Live-System zu starten oder direkt zu installieren. Ich wähle die Installation.

Als nächstes muss die Zeitzone, in der man sich befindet, ausgewählt werden. Dies ist wichtig, damit die Zeiten zum Beispiel bei E-Mails stimmen und gegebenenfalls Sommer und Winterzeit automatisch umgestellt werden. In vielen Fällen erkennt Ubuntu die richtige Zeitzone schon anhand der Sprache, oder am eigenen Standort bei bestehender Internetverbindung.

Dann wird es etwas technischer. Es muss das Layout der Tastatur gewählt werden. Im Normalfall reicht es hier aus, zu überprüfen, ob bei der empfohlenen Standardeinstellung das eigene Land steht, und dann auf „Vor“ zu klicken. Wenn man ein alternatives Layout (so wie ich Neo) nutzen will, oder an einer amerikanischen Tastatur arbeitet, das System aber auf Deutsch gestellt hat, kann man dies hier festlegen.

Nun wird ausgewählt, ob man Ubuntu zusätzlich zu Windows installieren möchte, oder die komplette Festplatte für Ubuntu verwenden (und Windows löschen) möchte. Bei einer so genannten Dual-Boot Installation kann beim Hochfahren des Rechners ausgewählt werden, welches Betriebssystem starten soll. Der Regler (unten im Bild) lässt einen Anpassen, wie viel Speicherplatz welchem System zur Verfügung stehen soll. Erfahrenere Nutzer sollten unbedingt die manuelle Partitionierung wählen, um eine vom Betriebssystem getrennte Partition für ihre Daten zu erstellen. Bei der ersten (oder auch zweiten) Installation von Ubuntu kann man damit aber leicht überfordert werden. Eine eventuelle Meldung, dass die Änderungen erst geschrieben werden müssen bevor es weiter geht, sollte man sich gut durchlesen, und erst nach einer Versicherung, dass alles passt, bestätigen.

Im nächsten Schritt wird das eigene Benutzerkonto angelegt. Der hier angelegte Benutzer wird der Gruppe „Admin“ hinzugefügt, und kann später (nach der Bestätigung mit seinem Passwort) Programme installieren. Weitere Benutzer können, wenn das System installiert ist, angelegt werden. Das Passwort sollte möglichst lang sein, Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten, und damit schwer zu knacken sein. Die letzte Option auf dieser Seite lässt einstellen, ob man automatisch angemeldet werden soll, das Passwort zum Anmelden benötigt wird, oder zusätzlich noch der eigene Home-Ordner (vergleichbar mit den Eigenen Dateien in Windows) verschlüsselt werden soll. Ich bevorzuge diese Option, falls ich meinen Laptop verlieren sollte oder er geklaut wird, ist es ohne das Passwort (ein entsprechend starkes vorausgesetzt) fast unmöglich die Dateien zu entschlüsseln. Das bedeutet allerdings auch, dass die eigenen Daten, wenn man sein Passwort vergisst, unwiederbringlich verloren sind.

Es muss nur noch festgelegt werden, welche Daten von Windows importiert werden sollen. Dies ist nur möglich, wenn man Ubuntu neben Windows installiert. Falls Ubuntu die ganze Platte belegen soll, empfiehlt es sich Daten, die man behalten möchte vorher zu sichern, und nach der Ubuntu Installation wieder auf den Computer kopieren.

Zuletzt werden alle Einstellungen noch einmal zur Überprüfung angezeigt. Ein Klick auf Installieren startet dann den Installationsprozess.

Ubuntu wird jetzt installiert.

Jetzt muss der Computer nur noch neu gestartet und, nach Aufforderung, die CD entfernt werden. Schon ist das selbst installiertes Ubuntu fertig.

Linuxoutlaws – LUG Mbarara

Ich wusste ja schon, dass die Stadt, in der ich mich gerade aufhalte einen guten Zungenbrecher abgibt. Dass dies allerdings is einem wohl recht bekannten (mir bis jetzt unbekannt) Linux Podcast auftaucht, und ich der Grund dafür bin, hätte ich nicht erwartet.

Um es kurz zu machen: Hört euch die Folge 152 der Linuxoutlaws an, und passt bei 1:22:14 besonders auf. Da geht es kurz um das nächste Treffen der Linux User Gruppe Mbarara.

Den Podcast gibt es entweder als Mp3 oder Ogg Datei.

Programmsprache

Für diesen Blog brauche immer wieder englische Screenshots. Ich will mich dabei nicht jedes mal abmelden, um die Sprache für das gesamte System zu ändern. Mit einem einfachen Befehl lässt sich allerdings ein Programm in einer anderen Sprache öffnen. Um beispielsweise Gimp in englisch zu starten reicht (wenn das englische Sprachpaket installiert ist):

$ LANGUAGE=en gimp

AisleRiot Solitaire

AisleRiot ist eines der Spiele, welche bei Ubuntu vorinstalliert sind. Der Name Solitaire ist hier Programm. Es ist ein Solitär Spiel.

Das alleine macht AisleRiot noch nicht erwähnenswert. Da ich aber im Spielgeschehn nur sehr selten auf das Menü zurückgreife, habe ich erst kürzlich den Menüpunkt »Spiel« → »Spiel Wählen« gefunden.

AisleRiot ist nicht ein Spiel, sondern enthält 86 verschiedene Spiele. So weit ich mich durch die Hilfe geklickt habe, ist jedes Spiel gut dokumentiert. Ausprobieren der verschiedenen Spiele ist daher kein Problem. Die Anleitungen sind allerdings in Englisch. Ob das an fehlenden Paketen oder fehlender Übersetzung liegt, weiß ich nicht.

Bei mir ist derzeit Freecell als Spiel eingestellt.

Spielen unter Ubuntu

Eine weit verbreitete Annahme ist, dass sich unter Linux nicht spielen lässt. Auf viele kommerzielle Spiele trifft das leider auch immer noch zu, was allerdings nicht bedeutet, das sich damit gar nicht spielen lässt. Da ich ab und zu gerne etwas Zerstreuung meiner Gedanken in Form von Computerspielen habe, und das anderen bestimmt auch so geht, starte ich hiermit meine Artikelserie „Spielen unter Ubuntu“.

Es wird Artikel geben zu freien Spielen, kostenlosen Spielen, die nicht unter einer freien Lizenz veröffentlicht worden, kommerziellen Spielen, die nativ unter Ubuntu laufen, ScummVM, Wine, …

Schon in Planung sind die Artikel:

  • Pioneers
  • AisleRiot
  • Urban Terror
  • Battle for Wesnoth

Mit ein paar davon habe ich auch schon angefangen, und zu den anderen und weiteren, schweben mir genug Gedanken im Kopf herum.

Wenn du ein Spiel kennst, das unter Ubuntu läuft und gerne näher beleuchtet hättest oder ein Thema das damit zusammenhängt, dann freue ich mich über Tipps.