Prism, Snowden und das Recht

Menschen wollen ein gutes Leben haben. Glücklich sein, eine erfüllte Arbeit haben, einen Partner, Kinder, …

Was Menschen nicht unbedingt brauchen sind Staatsgrenzen, Gesetze, Politiker, Geheimdienste. Trotzdem gibt es diese, und sie betreffen alle Menschen. Wohingegen die Sachen, die sich jeder persönlich wünscht, manchmal ausbleiben.

Warum ist das so? Ich glaube: Wer seine Ziele nicht erreichen kann, wird den Fehler meist nicht bei sich suchen. Der Nachbar ist schuld, das eigene Aussehen, für das man nichts kann, die Kirche, irgendjemand… In dem Moment, wo hier Eifersucht einsetzt, tritt Kriminalität auf. Wenn viele Menschen sich ungerecht behandelt fühlen kommen vielleicht Terror-Organisationen auf.

Um sich dagegen zur Wehr zu setzen, schließen sich Menschen zusammen. Zu Clans, zu Gruppen, zu Staaten. Bestimmen jemanden, der Bedrohungen abwenden soll. Geben Freiheit auf, für Sicherheit. Dass in so einer Gesellschaft das Zusammenleben funktioniert, werden Gesetze gemacht. Wieder eine Aufgabe von Freiheit. Dafür weiß jeder, was ihn in der Gemeinschaft erwartet. Um diese Gemeinschaft zu schützen werden nun Polizei, Militär und Nachrichtendienste eingerichtet.

Das die Befugnisse weit in die Privatsphäre der Menschen eingreifen, die Bedrohen, das darf nicht möglich sein, gegen das Recht, dass sich die Gesellschaft gesetzt hat. Sonst haben die eigen Sicherheitsmechanismen versagt. Doch statt deswegen die Geheimdienste zu verteufeln, wäre es vielleicht besser an den Ursachen anzupacken. Versuchen, dass sich Menschen nicht ausgeschlossen, ungerecht behandelt fühlen müssen.

Wenn wir dort hin kommen, wären große Teile der Geheimdienste vielleicht gar nicht mehr notwendig…

This Prison Where I Live

Am Sonntag war ich in der Münchner Premiere des Filme „This Prison Where I Life In“ im Filmcasino.

Der Dokumentarfilm von Rex Bloomstein handelt vom Comedian Zarganar aus Myanmar, der wegen seinen politischen Witzen zu einer Gefängnisstrafe von 59 Jahren verurteilt wurde. Michael Mittermeier reiste mit Bloomstein nach Myanmar, um dort zu drehen und mit dem Film auf die dortige Situation aufmerksam zu machen.

Der Film ist sehr beeindruckend, und obwohl ich das letzte Jahr in einem Land verbracht habe, in dem die Gesetze auch manchmal eher eigenwillig ausgelegt werden, ist das, was der Film zeigt, hier unvorstellbar. Mittermeier schafft es trotz, oder gerade wegen des ernsten Themas witzig zu bleiben, und belebt damit die Dokumentation.

This Prison Where I Live ist ab Donnerstag regulär in den Kinos zu sehen.

teamGLOBAL Jugendkongress

Vom 31. Oktober bis zum 2. November findet in Bad Honnef der teamGLOBAL Jugendkongress unter dem Motto „Globalisierung gestalten“ statt. Für 3 Tage können Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 23 Jahren versuchen die Welt ein bisschen zu verbessern. Der Kongress ist für Teilnehmer kostenlos (aber bestimmt nicht umsonst).

Das teamGLOBAL ist ein Netzwerk von Jungen Multiplikatoren, die Versuchen zu Themen Rund um Globalisierung zu sensibiliseren. Unterstützt wird das Team vom Institut für Prospektive Analysen und der Bundeszentrale für Politische Bildung.

Ich selber konnte (auf Grund der Entfernung Deutschland – Uganda) leider nicht an der Vorbereitung teilnehmen, und weiß auch noch nicht, ob ich es zum Kongress schaffen werde. Ich habe allerdigs selber schon einige tG-Einsätze geleitet und verfolge die Planung so weit, wie sie in mein E-Mail Postfach eintrudelt. Deshalb hier die Empfehlung: Anmelden (Leider inzwischen vorbei…) und teilnehmen!