Datansicherung mit rdiff-backup

Ich bin derzeit mit einem Laptop und einer externen Festplatte unterwegs. Im letzten halben Jahr musste ich schon zweimal auf meine Sicherung zurück greifen. Das eine mal hat sich mein Laptop Mainboard verabschiedet, und hier war kein Ersatz zu bekommen. Also die Sicherung auf einen neuen Laptop aufspielen. Das zweite mal habe ich mir meinen Master Boot Record und die Partitionstabelle gelöscht, und habe es leider nicht geschafft, das ohne Neuinstallation zu richten.

Für meine Sicherung soll das Home-Verzeichnis und meine MySql-Datenbanken verschlüsselt auf die Festplatte gesichert werden. Zuerst habe ich mich mit pyBackpack, einer grafischen Oberflächen für rdiff-backup versucht. Da hier leider immer mal wieder Fehler auftraten, bin ich auf das zu Grunde liegende Kommandozeilenprogramm rdiff-backup umgestiegen.

Rdiff-backup ist ein Programm, zum Anfertigen inkrementeller Backups eines Verzeichnisses in einem anderen Verzeichnis. Zum Beispiel über ein Netzwerk oder in meinem Fall auf ein externes Medium. Die offizielle Homepage schreibt:

A remote incremental backup of all your files could be as easy as
„rdiff-backup / host.net::/target-dir“

«Ein inkrementelles fern-Backup aller deiner Daten kann so einfach sein, wie
„rdiff-backup / host.net::/target-dir“»

Die Installation geschieht durch das Paket rdiff-backup.

$ sudo apt-get install rdiff-backup

Zum Verschlüsseln der Daten ist meine Festplatte ein TrueCrypt Laufwerk. Wenn dieses eingebunden ist, erfolgt die Sicherung über die beiden Befehle

$ rdiff-backup /home/phynformatik /media/truecrypt1/home/
  phynformatik
$ sudo rdiff-backup /var/lib/mysql /media/truecrypt1/var/
  lib/mysql

Damit wird jeweils die komplette Struktur des Verzeichnisses kopiert. Bei einer erneuten Sicherung, werden nur noch die veränderten Dateien kopiert. Der aktuelle Stand ist dabei auf dem Sicherungsmedium direkt zu sehen. Ältere Versionen der Sicherung verstecken sich im Verzeichnis rdiff-backup. Um den letzten Stand wieder herzustellen genügt es also alle Dateien und Ordner (inklusive der Versteckten) mit Außnahme von rdiff-backup zurück zu spielen.

Mir reicht zur Zeit eine Sicherung meines Home-Verzeichnisses und meinen MySql-Datenbanken. Mehr sicherungswürdige Daten verstecken sich in /etc/ oder /var/ aber dazu empfehle ich die Lektüre von Ubuntuusers zum Thema Datensicherung.

Gears 0.5.33 Workaround

Ich habe einen Workaraound zu meinem Gears Problem gebaut, indem ich die Versionsnummer innerhalb der .xpi Datei von Version 0.5.32 auf 0.5.33 gesetzt habe. Es scheint, geklappt zu haben. Ich habe seit gestern keinen weiteren Autoupdate versuch gehabt.

Die gepatchte Version gibt es hier: gears-linux-opt-0.5.32-patched.xpi

[Nachtrag 02.04.2010]
Es gibt eine neuere Gears Version, als 0.5.33. Die gepatchte Datei trägt deshalb nun die Versionsnummer 0.5.36

Gears 0.5.33

Gears versuchte sich immer wieder automatisch zu aktualisieren, was jedes mal mit der Fehlermeldung endete, dass Gears nicht mit meinem System kompatibel ist. Mein Lösungsansatz: Gears deinstallieren und neu installieren, da mich das ewige automatische herunterladen störte, führte nur dazu, dass ich Gears gar nicht mehr installiert bekam.

In der install.rdf innerhalb der aktuellen .xpi Datei findet sich folgendes:

<!-- Prevent this XPI from being installed on the wrong platform. -->
<em:targetPlatform>Linux_x86_64-gcc3</em:targetPlatform>

Das Problem ist, dass hier anstatt der 32-Bit die 64-Bit Version gepackt wurde, welche auf einem 32-Bit System nicht läuft.

Also musste doch wieder eine alte Version herhalten, damit es überhaupt läuft. Gears in Version 0.5.32 findet man unter der URL:
https://dl-ssl.google.com/gears/0.5.32.0/gears-linux-opt.xpi

iPod Nano 2. Gen und Rockbox

Seit Sommer 2009 ist Rockbox auf einem iPod Nano der zweiten Generation (allerdings noch als instabil gekennzeichnet) lauffähig. Grund genug zum ausprobieren.

Rockbox ist ein Betriebssystem für MP3-Player, das unter der GPL veröffentlicht wird und als Open-Source-Projekt entwickelt wird. Das Projekt wurde Ende 2001 vom Schweden Linus Nielsen Feltzing ins Leben gerufen, weil die Benutzer nicht mit den Einschränkungen des originalen Betriebssystems der „Archos Jukebox“ leben wollten und die volle Funktionalität des Geräts beanspruchen wollten. Die erste Version des alternativen Betriebssystems wurde für MP3-Player der Firma Archos entwickelt. Mittlerweile unterstützt Rockbox mehrere MP3-Player, darunter auch den Apple iPod sowie einigen Serien von iriver.

Rockbox lässt sich auf den unterstützten Playern parallel zur Originalfirmware installieren und bietet die Möglichkeit, das Betriebssystem des Herstellers zu laden, ohne Rockbox deinstallieren zu müssen. […]

Rockbox bietet eine große Anzahl an Audio-Codecs auf Geräten, die die Implementation unterschiedlicher Codecs erlauben. Hervorzuheben sind die Unterstützung des im Privatbereich weit verbreiteten MP3-Formats, der freien Alternative Ogg Vorbis und des WMA-Formats.

(aus Wikipedia, die freie Enzyklopädie)

Vor allem die Möglichkeit auf meinem iPod Nano Filme sehen zu können macht Rockbox für mich interessant.

Installation

Zur Installation wird das RockboxUtility verwendet.


Da der iPod Nano der zweiten Generation noch nicht automatisch erkannt wird, muss im Einstellungsdialog der Einhängepunkt richtig gesetzt sein. Auch die automatische Komplettinstallation wird noch nicht unterstützt, so dass Reiter Installation zuerst der Bootloader und danach Rockbox selbst installiert werden muss. Dabei wird automatisch die aktuelle Version aus dem Internet geladen. Hinter dem Reiter Extras versteckt sich die Möglichkeit andere Themes und Schriftarten herunterzuladen um Rockbox grafisch aufzuwerten. Wer das Spiel Doom auf seinem Mp3-Player spielen möchte, bekommt hier auch die nötigen Spieldateien.

Wenn die Installation erfolgreich abgeschlossen ist, lädt der iPod nun beim nächsten Starten Rockbox als Betriebssystem. Die Bedienung erfolgt ähnlich intuitiv wie bei der Orginalfirmware, allerdings ist das Menü etwas komplexer. Um seine vorher mit iTunes (oder den verschiedenen Alternativprogrammen) gespeicherte Musik hören zu können, muss die Datenbank einmalig aktualisiert werden.

Musik

Um den iPod mit Musik zu versorgen muss zur Zeit noch die Original Firmware geladen werden, da sich Rockbox beim verbinden mit dem PC aufhängt. Dazu wird beim starten der Hold-Schalter umgelegt. Nun wird der IPod als Flash-Laufwerk erkannt und kann mit Musik versorgt werden. Dies kann entweder per Hand mit Drag&Drop passieren, oder unter Zuhilfenahme eines Musikverwaltungsprogrammes wie Banshee.

Banshee erkennt den iPod nun als Rockbox Laufwerk und lässt sich bestücken. Der Vorteil hierbei ist, dass Banshee die Albencover im jeweiligen Ordner als cover.jpg speichert, was Rockbox diese beim Abspielen der Musik anzeigen lässt.

Filme

Filme müssen, um auf dem iPod Nano korrekt angezeigt zu werden die Auflösung 176×132 Pixel haben, und als MPEG1/2 Datei vorliegen. Ein Film wird vor dem Übertragen, mit einem der folgenden beiden Befehle, entsprechend umgewandelt.

$ ffmpeg -i Eingansdatei.endung -s 176x132 Ausgabedatei.mpeg
$ mencoder -vf scale=176:132 -oac lavc -ovc lavc
  Eingansdatei.endung -o Ausgabedatei.mpeg

Danach kann er übertragen und auf einer nahezu Kinoleinwand angesehen werden.

Eine ausführliche Anleitung zu Rockbox auf dem iPod Nano der zweiten Generation findet sich, in englischer Sprache, auf der Entwicklerseite.

Achtung: Ihr setzt damit eure Garantie und einen funktionierenden iPod aufs Spiel! Alles, was hier beschrieben ist, geschieht auf eigene Gefahr!

[Nachtrag 24.03.2010]

Falls du aus Versehen deine iPod Firmware so verunstaltest, dass gar nichts mehr läuft. Kann dieser Artikel zum zurücksetzen auf den Auslieferungszustang helfen: How to repair / restore iPod firmware on linux (auf Englisch). Unbedingt aufpassen, was du tust. Ich habe mir genau so wie der Autor beim ersten Versuch meinen Master Boot Record und die Partitionstabelle überschrieben.

Das Übertragen von Musik läuft bei mir inzwischen auch mit Rockbox nativ.

Qemu und Samba

Ich benutze Samba um unter Qemu Dateien zwischen dem Gast und Host-System auszutauschen. Das Lesen der mit dem Host hinzugefügten Dateien klappte auf Anhieb. Schreiben leider nicht. Abhilfe schafft, die Rechte des entsprechenden Ordners einfach auf 777 zu setzen. In meinem Fall:

$ sudo chmod 777 share/

Mehr zu dem Thema gibt es auf ubuntuusers.de